You are in Bear Country

So formuliert es die Broschüre von Park Canada „Keep the Wild in Wildlife“. Und tatsächlich: Banff befindet sich unmittelbar in der Heimat der Grizzly- und Schwarzbären. Die Bären und all die anderen Tiere, die in den vier Nationalparks der Rocky Mountains leben, spielen hier im alltäglichen Leben eine große Rolle. Die Tiere haben es mir angetan und bei mir einige Gedanken ausgelöst die es wert sind auszudrücken. In diesem Sinne ist dies also nicht nur ein Beitrag über meine erste Woche in Banff und die es umgebende Natur sondern auch und gerade um einige Gedanken die ich mir so mache. Zudem möchte ich einen kleinen kritischen Blick auf das kanadische Umweltbewusstsein werfen, welches näher zu betrachten sehr interessant ist. Also, auf geht’s!

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Wie ich in meinem letzten Beitrag schon erwähnt habe lebt Banff durch und durch vom Tourismus. Die kleine Stadt (die bei uns als Dorf bezeichnet würde ;)) ist größer als das ebenfalls sehr bekannte Jasper im Norden der Rocky Mountains. An der Banff Avenue, der Hauptstraße der Stadt, reiht sich Souvenir Laden an Snowboard- und Outdoor Geschäfte. Ich habe das große Glück mich gerade zwischen der Winter- und Sommersaison hier aufzuhalten, in denen es hier mehr als voll von Menschen ist. Die Wintersaison ist noch nicht ganz vorbei, dennoch merkt man das die meisten Snowboard- und Skifahrer auf dem Weg nach Hause sind. Trotzdem gefällt mir die Stadt als solche nicht. Man merkt das sie nahezu ausschließlich vom Tourismus lebt. Wie überall in Canada sind die Menschen ausgesprochen freundlich. Was mir dafür umso mehr gefällt sind die Berge um Banff herum!

Zu Beginn konnte ich zwischen den hiesigen Rocky Mountains und den heimischen Alpen keine größeren Unterschiede feststellen. Latürnich ist das Gebirge schon anders, aber wenn man die Alpen kennt sieht man eine große Zahl von Übereinstimmungen. So dachte ich zumindest die ersten ein, zwei Tage. Seit ich hier bin wanderte ich nahezu jeden Tag und mit ein bisschen Stolz in der Stimme schreibe ich das mir mittlerweile die Wanderwege in der Nähe der Stadt ausgehen. :D Weitere Wanderungen in die Tiefen des Nationalparks bleiben mir leider verwehrt da ich kein Zelt habe und das mit guten Freunden zusammen für mich mehr Reiz hätte (Zelten….11 Leute- Tippi….Schweden!!! :D). Normalerweise würde man auf den Pfaden in der Nähe der Stadt wohl mehreren Leuten begegnen, doch das raue Wetter der letzten Tage veranlasst die meisten von ihnen eher in der Stadt zu bleiben. So bin ich auf meinen Wanderungen nur selten anderen Menschen begegnet, oftmals auch niemandem, was ich sehr begrüße. So ein Wetter- Forecast der Regen voraussagt der dann aber nicht kommt ist schon toll. ;)

Auf jeder Wanderung bin ich einem oder mehreren der Tiere begegnet die in den Wäldern der Rocky Mountains leben. So habe ich Wapiti Hirsche (= Elk), Rehe (= Deer), einige schöne Vögel und vor allem viele viele Eichkatzal (= Squirrel) gesehen. Einige der Hirsche und Rehe haben sich schon so sehr an die Anwesenheit der Menschen gewohnt das sie ganz gerne mal durch die Stadt wandern und in den örtlichen Gärten grasen. Ein lustiger Anblick, der einem klar macht, dass man tatsächlich mitten in einem Nationalpark ist und nicht nur am Rande dessen. Hm, habe ich nicht ein wohl bekanntes Tier übersehen? Ach ja! – You are in Bears Country! Bevor ich mich hinaus auf die Pfade inmitten der Wildnis begeben habe habe ich mich bei Park Canada über Bären informiert. In dem Informationscenter habe ich mich mit einem netten älteren Herren unterhalten, der mir ganz viel über Bären und auch Pumas, die es hier auch gibt, erzählt hat. Ich habe gespannt zugehört und war erstaunt das man das, was man tun sollte wenn man einem Bären begegnet, tatsächlich in zwei Sätze zusammen fassen konnte. Ich hatte im Vorhinein sehr viel gehört was man tun und was lassen sollte und daher wollte ich mir bei Leuten die Erfahrung mit Bären haben Gewissheit verschaffen. Die Prospekte von Park Canada über Bären und Wildlife generell kann ich nur empfehlen, sehr aufschlussreich! Nachdem ich also wusste was im Fall eines Zusammentreffens zu tun ist machte ich mich frohgemut, ein Liedchen pfeifend (denn entgegen meiner Erwartung soll man immer schön laut sein – Bären schätzen Überraschungen gar nicht^^), auf den Weg hinaus aus der Stadt. Belustigend fand ich in der Broschüre, dass man, wenn ein Bär einem auflauert und absichtlich angreift, sich mit allem wehren soll was man hat….ich denke es ist jedem klar wie die Chancen eines Menschen dann aussehen. Vielleicht wären die guten alten Reißzähne, die wir als Affen noch hatten, doch gar nicht so unpraktisch. ;)

Die Natur………sie ist schlichtweg atemberaubend! Wunderschön in ihrer Gestalt, einnehmend in ihrer Ruhe und großzügig mit den hinreißenden Augenblicken, die sie dem einsamen Wanderer schenkt. Ich habe viele Photos gemacht und doch werden sie die Realität nur schwer wiedergeben können. Mit jeder Wanderung verspüre ich mehr den Wunsch für eine lange Zeit raus campen zu gehen. Und mit jeder Wanderung fällt mir der heftige Kontrast zwischen der Freiheit in den Wäldern und der Eingeengtheit in der Stadt auf. In eben diesem Moment bin ich selbst erstaunt über die Worte die ich gewählt habe. o_O Aber es ist tatsächlich so, dass ich mich auf den Asphalt Straßen und inmitten einer Menge von Menschen bei weitem nicht so wohl fühle wie auf den Pfaden außerhalb der Stadtgrenze, umgeben von Strauch und Baum und dem Eichkätzchen das geschickt durch das Unterholz hüpft. Das bedeutet nicht das ich mich in Städten generell nicht wohl fühle , doch ich spüre eindeutig das man dort nicht die Freiheit hat, welche man draußen in den Bergen und Wäldern genießen kann. Hier gibt es keine gesellschaftlichen Pflichten sondern nur den Weg vor einem, den man Schritt für Schritt geht.

Den folgenden Absatz sollten all diejenigen überspringen die noch vor haben die canadischen Wälder auf eigene Faust zu erkunden. * zwinker *

Das Gefühl durch die Wälder hier zu streifen unterscheidet sich maßgeblich davon wenn man das selbe in Österreich oder Deutschland tut. Warum? Die Antwort ist ebenso simpel wie nicht- offensichtlich. Wenn man in Europa wandern geht dann ist man – abgesehen von den skandinavischen Wäldern – sozusagen selbst das gefährlichste Raubtier. Obwohl das wohl nicht das richtige Wort ist….schließlich haben wir ja keine Reißzähne mehr. ;) Man wandert und wandert und genießt die Umgebung. Die canadischen Wälder hingegen sind urtümlicher und mit Bär und Puma gibt es zwei Tiere die auf der Nahrungspyramide über uns stehen. Ein schöner Satz, nicht wahr? In diesem Blog ist es ein einfacher Satz, doch draußen auf den Pfaden gewinnt er an einer enormen Bedeutung. Als ich die letzten Tage gewandert bin hat mich dieses Gefühl gewissermaßen fasziniert – und tut es immer noch! Es ist komplett neu. Denn normalerweise haben wir ja niemanden der uns ernsthaft gefährlich werden kann. Normalerweise haben wir unsere Waffen und unsere Technik. Doch da draußen haben wir bestenfalls ein Messer, unsere furchteinflößenden Fingernägel und….argh wo sind unsere Reißzähne? XD Mit anderen Worten: In der canadischen Natur sind wir nicht mehr die Herren die Schöpfung. Die Neuheit dieses Gefühls hat mich zutiefst beeindruckt und in mir einen Gedanken geweckt:

Welch erfüllende Empfindung muss es sein wenn man ein bisher vollkommen unbekanntes Gebiet erkundet. Stellt euch vor, ihr wisst nicht was sich hinter dem Berg vor euch befindet. Ihr werft einen Blick auf eure Karte und stellt fest das an besagter Stelle ein großer weißer Fleck ist. In Tagen mühevollen Voranschreitens kommt ihr dann endlich in das Gebiet hinter dem Berg und vor euch eröffnet sich eine Szenerie, die in ihrer Schlichtheit und Unverändertheit euch durch und durch erfüllt. Ich beneide ein bisschen all die Entdecker, die an vielen Stellen nicht nur weiße Flecken sondern komplett weiße Karten hatten. Ich wünschte ich könnte Teil einer solchen Expedition sein, die in die Ferne der Welt aufbrach um dort Abenteuer zu erleben die niemand zuvor vorraussagen konnte. Tatsächlich gibt es laut Lonely Planet in Canada einige solcher kaum erkundeter Gebiete. Jedenfalls für uns – die First Nations kennen diese Ländereien recht gut. Ich sehe ein das meine Erfahrung im Moment (noch) zu gering ist um tatsächlich ein solches Vorhaben zu wagen – dennoch ist der Gedanke an besagten Ort zu reisen ausgesprochen reizvoll. Die alten Wikinger, Marco Polo – die Entdecker dieser unserer Welt sind zu beneiden. :)

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Da sich das Banff Centre bisher noch nicht gemeldet hat habe ich sie vor kurzem angerufen und nach dem aktuellen Stand der Dinge gefragt. Mit wurde zugesichert das mein Resumé an die zuständige Stelle weiter geleitet wird, was aber an sich schon längst geschehen sein sollte, da ich ich mich ca. vor einem Monat online beworben hatte. Ich werde bald bei dem Centre selbst vorstellig. Von verschiedenen Leuten aus den Youth Hostels habe ich gehört das es im Moment schwer ist in Banff Jobs zu finden, da die Touristen aufgrund der schlechten Wirtschaftssituation in der westlichen Welt dieses Jahr nicht so viel Geld ausgegeben haben wie sonst. Anscheinend soll es wieder einfacher werden Jobs zu bekommen wenn in etwa zwei Wochen die ersten Sommer Touristen eintrudeln. Es steht noch nicht fest, aber ich werde voraussichtlich nicht mehr lange in Banff bleiben. Und dabei habe ich gerade erst eine neue Blog Kategorie für den Ort eröffnet. ;) Wie vielleicht schon an der ein oder anderen Stelle durchgeschimmert ist mag ich die Stadt an sich nicht so gerne, auch wenn die sie umgebende Natur wunderschön ist. Banff ist schlichtweg zu kommerziell. So lasse ich – während ich auf eine email vom Banff Centre warte – meine Blicke in die nähere Umgebung schweifen. Und meine Augen haben etwas gefunden deren Anblick sie ganz und gar verzückt. Etwas, was verhältnismäßig so unbekannt ist, dass viele Touristen in Banff es nicht kennen. Und doch ist es sehr verlockend und ein Besuch des umschriebenen Ortes würde mich sehr freuen. Wie gewohnt steht noch nichts genaueres fest…wer weiß was sich so alles ergibt?

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Die meisten von euch kennen vermutlich „Lonley Planet“, die Reiseführer-Reihe für Low- Budget Reisende, also vor allem für Backpacker. Seit dem ersten 1972 erschienen Buch hat der Verlag zahlreiche neue Reiseführer herausgegeben, die mittlerweile einen großen Teil der Welt abdecken. Mein Lonley Planet Canada ist mir ein treuer Begleiter, welcher in vielfacher Hinsicht sehr nützlich ist. Ob generelle Informationen, Geheimtipps, abgelegene Restaurants mit kulinarischen Köstlichkeiten, Youth Hostels und andere Unterkünfte, es ist alles mit dabei. Wirklich ein sehr empfehlenswertes Buch! Das außergewöhnliche an Lonley Planet ist, dass es Informationen von vielen Reisenden in die Entwicklung von Neuauflagen mit einbezieht. Einige Lonley- Planet Autoren reisen glaube ich mehr oder weniger gezielt (so genau weiss ich das nicht ;)) durch die Welt und berichten von ihren Erlebnissen. Ich habe beschlossen auch dazu beizutragen das die Lonley Planet Reiseführer weiterhin lesenswert und auch aktuell sind. So werde ich in Zukunft Informationen über feine kleine Lokal(itäten), nicht- mehr existierende Youth Hostels und ähnliches zu Lonley Plante schicken.

Eine kleine Anekdote nebenbei: Als ich vor ein paar Tagen durch die Straßen von Banff gegangen bin wurde mir durch ein kleines Ereignis schlagartig nochmals bewusst das ich mich jenseits des Atlantiks befinde. Ich sah ein paar Jugendliche sich auf einem Rasenplatz versammeln. Latürnich dachte ich das sie jetzt gleich Jacken oder ähnliches nehmen würden um Fußball Tore aufzubauen. Als sie dann auf einmal anfingen sich aufeinander zu werfen und auf den Boden zu drücken war ich einen Moment lang verdutzt. Dann zeichnete sich ein Grinsen auf meinem Gesicht ab. XD Ich sah einen Ball – doch er war nicht rund sondern eiförmig. Die Jungs spielten Rugby und es war ein Genuss ihnen dabei eine Weile zuzusehen. „Japp, das ist Canada“, dachte ich mir, weiterhin grinsend. Eine nette Anekdote, solche Dinge sind einfach toll. :D

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Ich finde es immer wieder erstaunlich wenn mir klar wird, dass manche Dinge, die vor hunderten von Jahren gesagt wurden, heute immer noch zutreffen: „[Das Volk braucht] Brot und Spiele“, so sprach der römische Dichter Juvenal . Und es ist wirklich so: Wenn die Menschen genug zu Essen und einen Zeitvertreib haben dann sind sie in der Regel zufrieden. Selbst wenn ein Diktator an der Macht ist – wenn diese beiden Faktoren erfüllt sind, warum sollte das Volk dann etwas ändern? In vielen großen Städten Canadas gibt es eine internationale (Westen) bzw. französisch angehauchte (Osten) Küche = Brot. Hockey hat hier etwa den Status wie bei uns Fußball = Spiele. Je mehr ich darüber nachdenke desto erstaunlicher finde ich es, dass diese beiden Faktoren allein tatsächlich ein überaus stabiles Gerüst für eine zufriedene, nicht revolutions- freudige Gesellschaft bilden. Manchmal erscheinen mir Dinge im Moment so simpel. Man kann viele Worte daran setzen sie genauer zu definieren oder über ihre Bedeutung zu sprechen. Und doch scheint mir bei manchen Dingen gar kein Bedarf da zu sein das zu tun. Ich liebe (philosophische) Diskussionen / Gedankengänge. :)

Mit diesem Anklang von Politik möchte ich zum Abschluss dieses Beitrags auf das von mir angekündigte Umweltbewusstsein der Canadier eingehen. Ich finde das Thema überaus spannend und habe daher beschlossen an dieser Stelle davon zu berichten. Einige der Hintergrundinformationen hierzu habe ich aus dem Lonely Planet entnommen, anderes selbst im Laufe meiner bisherigen Reise erfahren. Ohne Zweifel wirkt Canada auf den ersten Blick wie die Personifizierung des Landes, dass die Welt vor all dem Müll, den wir produzieren, retten wird. Dies ist das Land in dem Greenpeace gegründet wurde und in dem sich überall Hinweise dazu finden wie man umweltbewusster leben kann. Es gibt viele Fair – Trade und Bio Geschäfte. Die im ganzen Kontinent (ich schließe Amerika hier bewusst mit ein) weit verbreitete Kaffeeladen- Kette Starbucks wirbt mit ihrer Umweltfreundlichkeit. Zunächst dachte ich das die Pappbecher extrem verschwenderisch sind. Es wirkt schließlich so: Man wirft sie einfach weg. Später habe ich dann erfahren das die Pappbecher zu großen Teilen aus recyceltem Papier bestehen und das sie die Umwelt weniger belasten als wenn man gewöhnliche Tassen benutzt und all das heiße Wasser + Spülmittel hinzurechnet, die zum sauber machen benötigt werden. Was nun wirklich umweltfreundlicher ist sei dahin gestellt. Ein weiteres Beispiel: Die Busse in Banff und die Yellow Cabs in Vancouver verbrauchen alle weniger Benzin als die gewöhnlichen Varianten und sind sozusagen umweltfreundliche öffentliche Transportmittel. Banff darf nebenbei bemerkt auch nicht mehr weiter ausgebaut werden. In der Stadt dürfen weiterhin neue Gebäude errichten werden, doch die Stadtgrenzen sind klar definiert werden aufgrund der Wanderwege der Tiere nicht mehr erweitert. Finde ich super!!! :) Überall – und zwar tatsächlich an sehr vielen Stellen – wird man darum gebeten auf die Natur Rücksicht zu nehmen. Es ist allgegenwärtig. In Banff sind diese Hinweise noch mal häufiger da es inmitten eines Nationalparks liegt. Ich habe den Eindruck das die Menschen, welche hier leben, sich redlich bemühen mit der Natur in Einklang zu leben. Wie das bei den Touristen ist kann ich schwer beurteilen. Park Canada wacht über die Benutzung der Pfade. Die große Zahl der Besucher soll die Pflanzen so wenig wie möglich beschädigen und die Tiere so weit es möglich ist nicht stören. Es gibt hierzu zahlreiche Broschüren und Informationsheftchen.

Canada macht also durch und durch den Eindruck ein Land zu sein dem an seiner unberührten Natur gelegen ist. In der Gesellschaft wird denke ich viel über diese Thematik nachgedacht. Werfen wir nun einen Blick auf die andere Seite der Münze. Und diese Seite ist nicht so glänzend wie erwartet sondern ziemlich dreckig.

Um den an sich unwirtlichen Norden für eine große Zahl von Menschen bewohnbar zu machen gibt die canadische Regierung jährlich geschätzt ein viertel aller Steuergelder aus. Der Yukon, die Nothwest- Territories und Nunavut müssen nahezu alles importieren und die Wege sind laaaaaaaaaaaaaa(…)ng. Den Menschen dort ein komfortables Leben, welches dem westlichen Standard entspricht, zu ermöglichen ist ziemlich kostspielig. Eine ähnliche Schwierigkeit für Canada ist seine pure Größe: Es ist nicht nur weit in den Norden sondern auch von Westen nach Osten. Jeder kennt aus Filmen die gigantischen Trucks, die wie ich finde sehr cool aussehen. ABER sie verbrauchen auch ziemlich viel Energie! Ähnlich ist es mit den Autos in Canada. Wie die Trucks sind auch diese um einiges größer als in Europa, was vielleicht damit zu tun hat man hier auch überall mehr Platz hat. Nahezu an jedem Ort den ich bisher besucht habe – auch in großen Städten von Vancouver – gibt es eine Menge großer (!) Geländewagen und Pickup Trucks. Im Yukon kann ich das sehr gut nachvollziehen da man die Pickups dort tatsächlich braucht. In Vancouver allerdings….eher nicht. Im Bereich Fortbewegungsmittel könnte Canada denke ich wesentlich umweltfreundlicher sein – hier ist aber eher der einzelne Verbraucher angesprochen als der Staat, der eine Menge guter öffentlicher Verkehrsmittel zur Verfügung stellt. In Alberta wird eine Menge Öl aus so genanntem „Ölsand“ abgebaut (keine Ahnung wie das funktioniert). Der springende Punkt ist das die Gewinnung des Öls extrem umweltschädigend und alles andere als Ressourcen sparend ist. Canada spielt als Öl- Exportant ganz vorne mit und verdient daran entsprechend. In Alberta sind sehr viele Menschen direkt oder indirekt in der Ölindustrie tätig.

Stichwort Klimaveränderung. An zahlreichen anderen Stellen in Zeitungen, Internet und anderen öffentlichen Medien wurde und wird darüber bereits genug diskutiert. Ich möchte das hier also nur kurz aufgreifen. Meiner Meinung nach ist es eine Tatsache das sich das Klima verändert – inwieweit der Mensch darauf einwirkt kann man breit und lang diskutieren, was aber nichts daran ändert, dass es sich nun mal verändert. Natürlicher Rhythmus und menschliche Aktivitäten auf dem Planeten Erde wirken meiner Ansicht nach zusammen. Ich erwähne die Klimaerwärmung hier deshalb, weil man sie hoch oben im Yukon schön spürt. Der Schnee schmilzt früher als sonst, was besonders Leuten auffällt die ihr ganzes Leben dort verbracht haben. In Nunavut werden die seit Jahrhunderten von den Inuit benutzten Jägerpfade ziemlich gefährlich, da auf einmal weniger Eis da ist wo es vorher Meter dick war. Das ganze hat – ich muss es eigentlich kaum noch erwähnen – auch große Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt.

Alles in allem tut Canada viel um seine Natur zu erhalten. Die Klimaerwärmung steht im Mittelpunkt allgemeiner Diskussionen, was Lösungsansätze fördert. Trotzdem gibt es noch viel zu tun, insbesondere bei der Nutzung großer Trucks und Pickups. Ich hoffe euch mit diesem kleinen Essay einen guten Einblick in das Umweltbewusstsein Canadas gegeben zu haben. Über Feedback würde ich mich freuen. :)

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Ich weiss das ich irgend einen Punkt übersehen habe…..hmmm….er ist mir gerade entfallen. XD Wie dem auch sei (nebenbei bemerkt: die englischen Wörter „however“ und „anyway“ rocken!), ich wünsche euch viele schöne Momente wo auch immer ihr gerade seid! :)

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Galerie

Hier die versprochenen sehenswerten Bilder von Muktuk. :) Dem interessierten Leser sei empfohlen beim Betrachten der Bilder vom Banff National Park eine Landkarte zu Hilfe zu nehmen, um einen guten Eindruck von der Umgebung zu bekommen. Ich habe vieeeeeeeel zu viele Photos gemacht – diese sind ein Teil von denen, die nicht im Papierkorb verschwanden. ;)

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Veröffentlicht in Rocky Mountains. 3 Comments »

3 Antworten to “You are in Bear Country”

  1. Mirco Says:

    Hey Rabe! Sehr spannender, interessanter und aufschlussreicher Beitrag! Besonders deinen kleinen Essay über das Umweltbewusstsein fand ich sehr gut, kann alle Punkte nur unterschreiben!

    Hoffe dass sich die Banff Centre Heinis mal melden, ansonsten wünsch ich dir viel Spass in Vancouver ;-))

    PS: Welches ist der weisse Fleck in Kanada von dem du geschrieben hast? ;)

  2. Red Leaf Says:

    Das kann ich dir natürlich nicht sagen, ansonsten erhöhe ich die Chance das sie bald nicht mehr weiss sind. ;)

  3. Truchseß Says:

    Liebe Grüße von Fischers soll ich ausrichten. Hab heute den ganzen Tag beim Umzug geholfen (sie sind wieder etwas näher zu unserer Heimstatt gezogen).
    Ich bin fasziniert von den Photos „Grimmiger Fels“, „In the Canyon (2)“ und „SChöner Ast“.
    Beim „Schönen Ast“ versteh ich nicht, welchem Baum er angehört. Sieht aus wie eine Larix, aber es ist mir nicht bekannt, das Lärchen im Frühjahr rote Nadeln hätten (die fallen im Hebst ja ab, wie Laub). Soll das eine zerzauste Hemlocktanne sein??? Das macht micht noch kirre, ich komm aber noch drauf…


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